Jos Näpflin erhält das Werkjahr 2020 der Frey-Näpflin-Stiftung

Das erstmals verliehene Werkjahr der Frey-Näpflin-Stiftung und des Kantons Nidwalden ist mit 50'000 Schweizer Franken dotiert. Aus 44 Bewerbungen hat die Jury dem in Wolfenschiessen geborenen und heute in Zürich lebenden Jos Näpflin das Stipendium zugesprochen.

Die Frey-Näpflin-Stiftung und der Kanton Nidwalden sind vor zwei Jahren eine langfristige Partnerschaft eingegangen. Die Zusammenarbeit beinhaltet unter anderem die Schaffung eines sogenannten Werkjahres. Dieses ist mit einem Stipendium von 50'000 Schweizer Franken dotiert und feiert nun Premiere. Eine fünfköpfige Jury hat aus 44 Bewerbungen Jos Näpflin (*1950 in Wolfenschiessen, lebt und arbeitet in Zürich) für das Werkjahr 2020 ausgewählt. Im Bericht der Jury heisst es dazu: «Der Künstler Jos Näpflin kann auf ein reichhaltiges, über 30-jähriges Werk zurückblicken. Mit seinen gestalterischen und künstlerischen Aktivitäten sowie mit Ausstellungen ist er stets der Zentralschweiz sehr verbunden geblieben, auch finden sich einige Werke in wichtigen Sammlungen vor Ort. Gleichzeitig nimmt der Künstler aus Zürich gern den Aussenblick wahr. Die Distanznahme zeichnet auch seine Herangehensweise an die Kunst und seine Fragestellungen zum politischen Geschehen in der Welt aus. Stets pointiert und mit der nötigen Portion Humor greift er aktuelle brisante Themen auf. Sein Werk wirkt frisch und jung. (…) Die Vielgestalt seiner Werke und die verschiedenen Materialien sind bewusst und präzise gesetzt und zeugen von einer grossen künstlerischen Leistung. Sein sorgfältiger Umgang mit Konzepten und die visuelle Umsetzung überzeugen die Jury.»  

Das Werkjahr wird in der Regel alle zwei Jahre an eine Künstlerin, einen Künstler oder eine Künstlergruppe aus den Zentralschweizer Kantonen vergeben. Diese oder dieser muss aus dem Bereich der bildenden Kunst kommen und professionell tätig sein. Im Anschluss an das Werkjahr findet jeweils eine Ausstellung im Nidwaldner Museum in Stans statt, die das künstlerische Schaffen und die Arbeiten, die während des Werkjahrs entstanden sind, abbilden soll. Die fünfköpfige Fachjury setzte sich zusammen aus den drei ständigen Mitgliedern Stefan Zollinger (Leiter Nidwaldner Museum; Jurypräsident), Gabriela Christen (Stiftungsrätin), Patrizia Keller (Nidwaldner Museum, Kuratorin für Kunst) und den beiden Expertinnen Edit Oderbolz (Künstlerin, Basel) und Annamira Jochim (Kuratorin Benzeholz – Raum für zeitgenössische Kunst Meggen).

Frey-Näpflin-Stiftung: Von 2004 bis 2016 eigenes Museum betrieben

Das Ehepaar Ruth und Anton Frey-Näpflin hat während über 50 Jahren eine eigenständige Privatsammlung aufgebaut. Im Jahr 2000 entschieden sie sich, die Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vier Jahre später gründeten sie die Frey-Näpflin-Stiftung und eröffneten in Stans ein Museum, das bis 2016 Werke aus der Sammlung zeigte. Eine Auswahl des Stiftungsbestands fand anschliessend als Dauerleihgabe Eingang in die Sammlung des Nidwaldner Museums und wird seither in regelmässigen Abständen im «Frey-Näpflin-Raum» im Winkelriedhaus ausgestellt.


Rückfragen
Stefan Zollinger, Leiter Amt für Kultur Nidwalden und Nidwaldner Museum,
Jurypräsident, Telefon +41 41 618 73 40 oder +41 79 566 84 40, erreichbar
am Freitag, 25. Oktober, von 10.00 bis 12.00 Uhr.


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