Zum ersten Mal wird das Werkjahr der Frey-Näpflin-Stiftung vergeben
Das Werkjahr der Frey-Näpflin-Stiftung und des Kantons Nidwalden ist mit
einem Stipendium von 50 000 Schweizer Franken dotiert und wird an bildende Künstlerinnen und Künstler aus den Zentralschweizer Kantonen vergeben. Im Anschluss findet jeweils eine Ausstellung im Nidwaldner Museum statt, die daraus entstandene Arbeiten zeigen soll.

Die Frey-Näpflin-Stiftung und der Kanton Nidwalden sind vor zwei Jahren eine langfristige Partnerschaft eingegangen. Die Zusammenarbeit beinhaltet unter anderem die Schaffung eines sogenannten Werkjahres. Dieses feiert nun Premiere und ist mit einem Stipendium von 50'000 Schweizer Franken dotiert. In der Regel wird das Werkjahr alle zwei Jahre an eine Künstlerin oder einen Künstler aus den sechs Zentralschweizer Kantonen vergeben. Diese oder dieser muss im Bereich der bildenden Kunst unterwegs und professionell tätig sein. Gruppen können berücksichtigt werden, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder, die am Projekt massgeblich beteiligt sind, die Teilnahmebedingungen erfüllen. So haben die Gesuchstellenden seit zwei oder mehr Jahren ihren Wohnsitz in der Zentralschweiz oder haben früher mindestens acht Jahre durchgehend hier gewohnt. Oder sie weisen bereits eine starke künstlerische Präsenz beziehungsweise einen engen Bezug zur Zentralschweiz auf. Im Anschluss ans Werkjahr findet jeweils eine Ausstellung im Nidwaldner Museum in Stans statt, die das künstlerische Schaffen und die Arbeiten, die während des Werkjahrs entstanden sind, abbilden soll.

Interessierte Künstlerinnen und Künstler können sich bis zum 30. August 2019 anmelden.
Eine fünfköpfige Fachjury sichtet anschliessend die eingegangenen Bewerbungen und fällt ihren Entscheid. Die Jury setzt sich aus den drei ständigen Mitgliedern Stefan Zollinger (Leiter Nidwaldner Museum; Jurypräsident), Gabriela Christen (Stiftungsrätin), Patrizia Keller (Stv. Leiterin Nidwaldner Museum) und den beiden Expertinnen Edit Oderbolz (Künstlerin, Basel) und Annamira Jochim (Kuratorin Benzeholz – Raum für zeitgenössische Kunst Meggen) zusammen.

Frey-Näpflin-Stiftung: Von 2004 bis 2016 eigenes Museum betrieben
Das Ehepaar Ruth und Anton Frey-Näpflin hat während über 50 Jahren eine eigenständige Privatsammlung aufgebaut. Im Jahr 2000 entschieden sie sich, die Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vier Jahre später gründeten sie die Frey-Näpflin-Stiftung und eröffneten in Stans ein Museum, das bis 2016 Werke aus der Sammlung zeigte. Eine Auswahl des Stiftungsbestands fand anschliessend als Dauerleihgabe Eingang in die Sammlung des Nidwaldner Museums und wird seither in regelmässigen Abständen im «Frey-Näpflin-Raum» im Winkelriedhaus ausgestellt.

Anmeldeformular_Werkjahr FNS_Ausschreibung 2019.pdf
Leitlinien_Werkjahr FNS_Ausschreibung 2019.pdf
Medienmitteilung_Werkjahr FNS_Ausschreibung 2019.pdf